Letterboxd Redesign
Verbesserung der gesamten Nutzererfahrung durch ein umfassendes UI-Redesign

Workflow
- Recherche
- Auswertung
- Design
- Usability Testing
Team
- Levin Schulz
Zeitraum
- 2024
- 5 Wochen
Kontext
- Persönliches Projekt

Messwerte
Unternehmen
- Revenue Growth
- Customer Lifetime Value (CLV)
- Customer Acquisition Cost (CAC)
- Conversion Rate
Nutzer*innen
- Customer Satisfaction (CSAT)
- User Engagement
- Net Promoter Score (NPS)
- Task Success Rate
Recherche
Als leidenschaftlicher Letterboxd-Nutzer war es mein Ziel, die App-Funktionalität zu verbessern, die veraltete Benutzeroberfläche zu modernisieren und die gesamte Nutzererfahrung zu optimieren. Der Redesign-Prozess startete mit einer klaren Problemdefinition, basierend sowohl auf persönlichen Erkenntnissen als auch auf umfangreicher Nutzerforschung. Ich führte eine quantitative Analyse von über 23.000 Play Store-Bewertungen durch und sammelte zusätzliches Feedback.
Die häufigsten Schmerzpunkte umfassten verwirrende Navigation, das Fehlen einer intuitiven unteren Navigationsleiste, mangelnde visuelle Hierarchie sowie fehlende Personalisierungs- und Filterfunktionen. Auf Basis dieser Erkenntnisse setzte ich einen iterativen Designprozess um: Durch Skizzen, Wireframes, alternative User Flows und mehrere Screen-Prototypen erforschte ich verschiedene Lösungsansätze und verfeinerte das Design, um eine nutzerorientierte und funktional verbesserte App-Erfahrung zu schaffen.
Die Benutzererfahrung muss optimiert werden. Es sind zu viele Schritte erforderlich, um eigene Filme/Listen zu verwalten. Von Zeit zu Zeit stürzt die App auf der Startseite ab. Passwort und Benutzername werden nicht aus den gespeicherten Chrome-Passwörtern vorgeschlagen, 2FA per Fingerabdruck wäre ebenfalls wünschenswert. Fazit: Um ein Pro-Benutzer zu werden, ist die App noch nicht ausreichend optimiert.
Der Inhalt ist gut, aber die App selbst ist nicht gut entwickelt und gepflegt. Sie hat nicht sehr viele Funktionen und sieht sehr veraltet aus.
Problemdefinition
Gefundene Probleme
- Ineffiziente Navigation und versteckte Kernfunktionen
- Fehlende visuelle Hierarchie führt dazu, dass Informationen übersehen werden.
- Veraltete Benutzeroberfläche schreckt Nutzer ab
- Fehlen personalisierter Empfehlungen
Aufgaben
- Optimierung der UX mit intuitivem Design.
- Verbesserung der visuellen Hierarchie für eine bessere Zugänglichkeit von Informationen
- Modernisierung der Benutzeroberfläche, um die Nutzerbindung zu erhöhen.
- Personalisierte Inhaltsvorschläge implementieren
Design Prozess
Um die identifizierten Usability-Probleme anzugehen und die gesamte Nutzererfahrung zu verbessern, verfolgte ich einen iterativen, nutzerorientierten Designansatz. Ich begann mit ersten Konzeptskizzen und erkundete verschiedene Layout-Ideen durch Low-Fidelity-Wireframes. So konnte ich schnell unterschiedliche Informationsstrukturen und Interaktionsmodelle testen.
Darauf aufbauend entwickelte ich mehrere User-Flow-Varianten, um die Navigation zu optimieren und sicherzustellen, dass Kernfunktionen besser zugänglich sind. Mit jeder Iteration verfeinerte ich die Benutzeroberfläche basierend auf Usability-Best-Practices und Nutzererwartungen.
Anschließend erstellte ich High-Fidelity-Prototypen, um das finale Look-and-Feel der neu gestalteten App zu visualisieren. Diese Prototypen halfen dabei, Interaktionen zu testen, Designentscheidungen zu validieren und Feedback zur gesamten Funktionalität und visuellen Anziehungskraft zu sammeln. Während des gesamten Prozesses lag mein Fokus darauf, eine optimierte, intuitive und ästhetisch moderne Nutzererfahrung zu schaffen, die auf die Bedürfnisse sowohl neuer als auch wiederkehrender Letterboxd-Nutzer zugeschnitten ist.
Einen Film zur Watchlist hinzufügen oder einloggen
Trotz einer robusten Datenbank mit Millionen von Filmen wurden die Kernfunktionalitäten des Watchlist-Managements und der Watch-Protokollierung durch ineffiziente User Flows behindert. Konkret erforderte das Hinzufügen von Filmen zur Watchlist übermäßig viele Schritte und zwang Nutzer dazu, zu einzelnen Filmseiten zu navigieren oder manuell zu suchen, anstatt eine direkte Bookmark-Option von den Movie Cards auf der Startseite anzubieten.WiederholenClaude kann Fehler machen. Bitte überprüfen Sie die Antworten.
Alter User Flow um einen Film zur Watchlist hinzuzufügen oder einzuloggen
Neuer User Flow um einen Film zur Watchlist hinzuzufügen
Ein neues Lesezeichen-Symbol ermöglicht es Benutzer*innen, einen Film direkt vom Startbildschirm aus zu ihrer Merkliste hinzuzufügen.
A new bookmark icon enables users to add a film to their watchlist directly from the home screen
Neuer User Flow um einen Film einzuloggen
Über ein Schnellmenü können Benutzer*innen einen Film bewerten, zur Beobachtungsliste hinzufügen, einloggen, zum Tagebuch hinzufügen, rezensieren, anpassen oder teilen – einfach in dem sie lange darauf gedrückt halten.
A quick menu enables users to rate, watchlist, log, add to diary, review, customize or share a movie directly from the home screen
Startbildschirm
Der ursprüngliche Startbildschirm litt unter einer veralteten, ineffizienten und schwer zugänglichen Benutzeroberfläche, die das Entdecken erschwerte und das Nutzerengagement einschränkte. Als Einstiegspunkt der App versagte er dabei, Nutzer effektiv zu führen oder die Kernstärken wie personalisierte Inhalte und soziale Features zu präsentieren. Um dies anzugehen, strukturierte ich den Startbildschirm mit klarem Fokus auf Usability und Auffindbarkeit neu.
Ich führte eine untere Navigationsleiste ein, um den Zugang zu wichtigen Features zu vereinfachen, und verlagerte den primären CTA („+“) für verbesserte Interaktion. Das neue Layout organisiert Inhalte in drei intuitive Tabs: „Für Dich“ bietet maßgeschneiderte Filmempfehlungen basierend auf der Watch-Historie; „Freunde“ hebt Aktivitäten und Vorschläge von Personen hervor, denen der Nutzer folgt; und „News“ kuratiert redaktionelle Inhalte von Kritikern und Journalisten. Dieses Redesign priorisiert Personalisierung, soziales Engagement und einen nahtlosen Navigationsfluss – und verwandelt den Startbildschirm in einen dynamischen und nutzerorientierten Ausgangspunkt.
Activity-Bereich
Um den Aktivitäts-Tab zu optimieren, führte ich die Unterabschnitte in einem neuen „Benachrichtigungen“-Bereich zusammen, mit dem Ziel einer verbesserten Klarheit und Nutzerverständlichkeit. Ich entfernte den „Du“-Bereich, der das persönliche Aktivitätsprotokoll des Nutzers anzeigte, da er Informationen doppelte und von der Kern-Benachrichtigungs-/Aktivitätsfunktionalität ablenkte.
Filmsuche
Die ursprüngliche Suchfunktionalität der App war auf titelbasierte Abfragen beschränkt, was es für Nutzer schwierig machte, neue Filme über breitere Kategorien wie Genres zu entdecken – eine grundlegende Funktion für jede Film-Plattform. Dieser Mangel an Erkundungsoptionen schränkte das Nutzerengagement und die Content-Discovery erheblich ein.
Um dies zu lösen, integrierte ich einen eigenen Suchbereich in die untere Navigation und legte einen stärkeren Fokus auf das Erkunden. Die neu gestaltete Sucherfahrung ermöglicht es Nutzern, ihre Suchhistorie zu durchsuchen und eine umfangreiche Auswahl an Genres und Subgenres zu erkunden, wodurch die Filmentdeckung intuitiver, personalisierter und ansprechender wird.
Listen & Watchlist
Ein Kernfeature der App – die Watchlist – war in einer Seitenleiste versteckt, was den Zugang erschwerte und dazu führte, dass sie von vielen Nutzern kaum verwendet wurde. Zusätzlich fehlte der App die Möglichkeit, kuratierte Filmlisten zu speichern, was ihr Potenzial als Entdeckungs- und Planungstool einschränkte.
Um diese Probleme anzugehen, verlagerte ich die Watchlist und nutzergenerierte Listen in die untere Navigation und stellte so einen schnellen Ein-Tap-Zugang zu diesen essentiellen Features sicher. Der neue, vereinheitlichte Bereich ermöglicht es Nutzern, ihre gespeicherten Filme einfach zu verwalten, persönliche Watchlists zu organisieren und kuratierte Listen der breiteren Community zu erkunden – was sowohl die Usability als auch die Content-Discovery verbessert.
Film-Tagebuch
Um eine nutzerfreundlichere und visuell ansprechendere Art zu bieten, die Watch-Historie zu verfolgen, gestaltete ich den Tagebuch-Screen durch die Integration einer Kalenderansicht neu. Anstatt geschaute Filme in einem schlichten Listenformat anzuzeigen, präsentiert das neue Design sie in einem fotografischen Kalender-Layout, bei dem jeder Film durch sein Poster am entsprechenden Datum repräsentiert wird. Das macht das Tagebuch nicht nur visuell ansprechender, sondern hilft Nutzern auch dabei, intuitiv über ihre Sehgewohnheiten im Zeitverlauf zu reflektieren. Das Design fördert tieferes Engagement, indem es simple Daten in eine einprägsamere und persönlichere Timeline von Filmerlebnissen verwandelt.
Nutzer*innen-Profil
Das ursprüngliche Nutzerprofil litt unter einem überladenen und unstrukturierten Layout, das den natürlichen Lesefluss störte und es für Nutzer schwierig machte, sich auf wichtige Informationen wie geschaute Filme, Follower und Durchschnittsbewertungen zu konzentrieren. Dies führte zu kognitiver Überlastung und schwächte das soziale Potenzial der Plattform.
Um dies zu lösen, verschlankte ich den oberen Bereich des Profils, um nur die essentiellsten Kennzahlen hervorzuheben – insgesamt geschaute Filme, dieses Jahr geschaute Filme und Durchschnittsbewertung – und sorgte so für sofortige Klarheit. Zusätzlich strukturierte ich das Layout neu, um modernen Design-Konventionen für Profilseiten zu folgen, wodurch die Erfahrung intuitiver und visuell verdaulicher wird, während gleichzeitig die soziale Dimension der App durch klarere Datenvisualisierung gestärkt wird.
Filter-Optionen
Ich optimierte die Benutzeroberfläche des Filter-Modals für verbesserte Nutzerfreundlichkeit und machte die Optionsauswahl unkomplizierter. Zusätzlich führte ich Toggles innerhalb der Listenelemente ein, um personalisierte Filterung zu erleichtern.
Filmansicht
Die Neugestaltung des Film-Detail-Screens stellte eine zentrale Herausforderung dar, da sie eine sorgfältige Verfeinerung jedes Elements erforderte, um eine klare visuelle Hierarchie zu etablieren und eine ansprechende, informative Erfahrung zu liefern. Ich führte Recherchen zu führenden Film-Plattformen durch, um vertraute Interaktionsmuster zu identifizieren, und passte diese Erkenntnisse dann an die spezifischen Erwartungen der Letterboxd-Nutzerschaft an.
Um den User Flow zu optimieren und Reibung zu minimieren, ersetzte ich das veraltete Modal-System durch direkte Action-Buttons für das Protokollieren, Liken, Bewerten und Hinzufügen von Filmen zur Watchlist. Das machte Kerninteraktionen schneller und intuitiver, während die Tiefe und Reichhaltigkeit des Contents erhalten blieb.
Login-Bereich
Um die Onboarding-Erfahrung zu optimieren, führte ich den zweistufigen Login-Prozess aus dem aktuellen Design in einem einheitlichen Login-Screen zusammen. Diese Reduzierung der Schritte vereinfacht den User Flow, minimiert Reibung beim Anmelden und beschleunigt den Zugang zu den Kernfunktionen der App. Durch die Kombination von Login- und Registrierungsoptionen in einer klaren Benutzeroberfläche verbessert das neue Design die Usability – besonders für Erstnutzer – und spiegelt moderne Best Practices in der mobilen UX wider.
Fazit und Erkenntnisse
Das Redesign von Letterboxd ermöglichte es mir, meine Leidenschaft für Film mit einem nutzerorientierten Designansatz zu verbinden, um echte Usability-Herausforderungen zu lösen. Durch die Kombination persönlicher Erfahrung mit gründlicher Recherche und iterativem Prototyping konnte ich die App als intuitivere, modernere und ansprechendere Plattform neu konzipieren, die sowohl neue als auch wiederkehrende Nutzer besser bedient.
Während des gesamten Projekts lag mein Fokus darauf, die Navigation zu vereinfachen, die Auffindbarkeit zu verbessern und eine kohärentere visuelle Sprache zu schaffen. Wichtige Verbesserungen wie die untere Navigationsleiste, ein personalisierter Startbildschirm und eine neu gestaltete Tagebuch-Ansicht trugen zu einer flüssigeren und bedeutungsvolleren Nutzererfahrung bei. Ich führte auch eine leistungsfähigere Suchfunktion ein und optimierte Interaktionen für Kernaufgaben wie das Protokollieren, Bewerten und Hinzufügen von Filmen zur Watchlist.
Dieses Projekt schärfte nicht nur meine Fähigkeiten im Interface- und Interaktionsdesign, sondern vertiefte auch mein Verständnis dafür, wie durchdachte UX-Entscheidungen direkt die Nutzerzufriedenheit beeinflussen können. Am wichtigsten war, dass es mir den Wert empathischen Designs lehrte – Probleme nicht nur aus ästhetischen Gründen zu lösen, sondern für echte menschliche Bedürfnisse.





































